Überregionales Seniorenwochenende

Luther, Lebensqualität und Luftballons

03.10.2016

Am diesjährigen Seniorenwochenende waren die örtlichen Seniorengruppen aufgerufen, sich für den Festabend einen Beitrag zu überlegen. Ein Stück über Luther und eine Ballonfahrt als Hauptgewinn beim Quiz sind Beispiele für den Ideenreichtum.

Ende September reisten rund 150 Senioren aus dem deutschsprachigen Raum für ein verlängertes Wochenende nach Hessenhöfe bei Blaubeuren. „Das ist immer eine Wiedersehensfreude“, sagt Lydia Fächner von DCG Waldhausen bei Stuttgart.

Das Seniorenwochenende findet einmal jährlich in Hessenhöfe statt. Neben Gottesdiensten und Zeit für Austausch bieten die Organisatoren verschiedene Gruppenaktivitäten an, die jedes Mal variieren. „Die Gemeinschaft und Freundschaften zu fördern und gemeinsam etwas Schönes zu erleben ist das Hauptziel mit diesen Wochenenden“, sagt Tabea Angerer-Müller, die seit 2013 mit verantwortlich für Seniorentreffen bei DCG ist.

Nachdem die Teilnehmer am Freitag wahlweise an einer „Bähnlesfahrt“ durchs Lautertal, bei Minigolf, Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, Gesellschaftsspielen oder einem Bewegungsprogramm teilnehmen konnten, fand am Samstag der Festabend statt.

Die Senioren von DCG Waldhausen hatten anlässlich des Reformationsjubiläums ein Stück über das Leben von Martin Luther vorbereitet. In der Rolle als Käthe Luther verkörperte Lydia Fächner eine energische, selbstbewusste Frau, die ihrem Mann zur Seite steht. Als Luther einmal mehrere Tage sehr niedergeschlagen ist, tritt sie plötzlich in schwarzer Trauerkleidung in sein Zimmer. „Wer ist gestorben?“ fragt Luther erschrocken. „Gott ist gestorben“, antwortet sie, „denn du willst ja nicht aufhören, dir Sorgen zu machen“. Da muss Luther lachen und wird wieder froh.

Tabea Angerer-Müller dankt allen Seniorengruppen für ihre Beiträge zum Festabend.

Den Tenor des Vorspiels fasste die Hobby-Schauspielgruppe anschließend in einem Lied zusammen, trotz Alters und Gebrechen froh zu sein und Gott zu loben. 

Die Senioren aus der Schweiz hatten ein Quiz vorbereitet, das sowohl Wissens- als auch Scherzfragen enthielt. Als Preis winkte eine „Ballonfahrt“, die dann an Ort und Stelle einzulösen war: Auf einem mit Ballons geschmückten Wagen wurde der Gewinner unter Applaus des Publikums durch den Saal gefahren.

Die Teilnehmer mit einzubinden, findet die Organisatorin der Veranstaltung Tabea Angerer-Müller sehr wertvoll: „Das belebt einen Festabend und ist auch für die Senioren selbst eine Bereicherung. Man überlegt sich im Vorfeld zusammen etwas Schönes für die anderen Teilnehmer und bereitet es vor. Das stärkt die Gemeinschaft und zeigt auch die Vielfältigkeit in einer Gruppe.“

Lydia Fächner kann das bestätigen und ergänzt: „Beim Proben ist die Vorfreude schon gestiegen!“. Das Wochenende fand sie „sehr erquickend“, wie sie sagt. „Es tat so gut, sich auszutauschen, und vor allem mit Freunden, die weit weg wohnen, zusammen sein zu können. Das Seniorenwochenende ist ein idealer Treffpunkt für die ältere Generation und für mich ein Höhepunkt im Jahr!“

Gemeinschaft und Austausch sind eines der Hauptziele der jährlichen Seniorenwochenenden.
Einige Senioren machten am Freitag einen Ausflug zum Truppenübungsplatz Münsingen und besichtigten die Stephanus-Kirche im ehemaligen Gruorn, …
… während andere Gesellschaftsspiele,…
… oder gar sportliches Programm vorzogen.
Der Festabend enthielt einen Gottesdienst sowie weitere erbauliche und auch unterhaltsame Beiträge.
Die Gruppe von DCG Waldhausen spielte Episoden aus dem Leben von Martin Luther.
Lydia Fächner (links) in der Rolle als Käthe Luther.
Das Vorspiel endete mit einem Lied.
Die Senioren aus der Schweiz hatten ein Quiz mit – unter anderem – Scherzfragen vorbereitet, die freiwillige Teilnehmer auf der Bühne lösten.
Die Preise des Quiz waren ebenfalls scherzhaft: Eine Ballonfahrt für Winston Grimes aus Hannover…
... und für Eunike Weigold aus Linnenbach ein 3-teiliges Bade-Set.
Auf der Höhe der Zeit: Erna Haaf (li) zeigt einer alten Bekannten Fotos auf dem Smartphone.
Die Seniorengruppe von DCG Hessenhöfe trat mit einem selbstgedichteten Lied über einen besonderen Zug und seine Fahrgäste auf.
Während dem Festabend bot sich auch Zeit für Austausch.